Workshops

Wikingerschild

Von Simon Peters-Velasquez

Für Simons Workshop benötigt ihr einen runden Schild mit mindestens 60-70cm Durchmesser und einem mittigen Griff. Zur Not tun es auch Schilde mit 40cm Durchmesser aufwärts.

Managing the Tempo in fencing

Von Frederico dall’Olio

The workshop will be focused on the question of timing in the various fencing actions and phases. During the lesson we will see the different shades of speed and its implications on understanding the right tempo in attack and defense. The workshop will also be a lesson 1 to 1, understanding the different phases of the learning and the underlying pedagogy, as a coach, student or just as a training partner.

The equipment necessary will be mask and overlay, heavy gloves and jacket.

Traditionelles Messerfechten
aus Italien

Von Özgen „Ossi“ Senol

Im Rahmen dieses Workshops bietet Özgen ‚Ossi‘ Senol einen tiefen Einblick in die ungewöhnliche Messerfechttradition Apuliens und Siziliens des 19. Jahrhunderts. Dank seines modernen didaktischen Ansatzes bringt Ossi den Teilnehmern nicht nur die Prinzipien und Techniken nahe, sondern auch die Denkansätze und lokalen Bewegungsideale, auf denen diese beruhen. Themen werden Techniken für den Duellkampf in der langen Distanz als auch im Nahkampf sein, sowie diverse Kampfstellung samt ihren spezifischen Anwendungen sowie die Winkelarbeit vermitteln. Ossis Interpretation des italienischen Messerfechtens basiert auf den Lehren seines Maestros, Roberto Laura, ist jedoch in Bewegungen und Taktiken individuell angepasst.

Benötigte Ausrüstung: Es wird keine besondere Ausrüstung benötigt.

Langes Schwert – Kontrolle der Distanz durch bewusste Beinarbeit

Von Ingulf Popp-Kohlweiss.

Im Zufechten gibt es einen bestimmten Abstand zwischen den Kontrahenten, ab welchem die Gefahr für beide Fechter beginnt. Sobald diese spannende Grenze überschritten ist, kann ein Treffer gesetzt oder erhalten werden. Diesen Abstand einzuschätzen – die eigenen Möglichkeiten zu sehen und die fremde Gefahr zu fühlen – ist eine wichtige aber nicht leicht zu erlernende Fähigkeit. Auch eine hilfreiche Fähigkeit ist die Positionierung des eigenen Körpers zum Gegenüber. Nach Übertritt der Grenze so zu stehen dass einem selbst ein Vorteil und dem Gegenüber ein Nachteil entsteht ist eine wundervolle Erfahrung. In einer realen Auseinandersetzung mit scharfen Schwerter könnte das eigene Leben von dieser Fähigkeit abhängen.

In diesem Workshop werden wir das eigene Distanzgefühl verbessern und unterschiedliche Wege kennen lernen, die oben beschriebene Grenze zum eigenen Vorteil zu überschreiten. Eine komplexe, kontrolliert bewusste aber kraftvoll stabile Beinarbeit steht im Kern des zu Erlernenden. Wir verwenden Techniken aus dem Liechtenauer System wie den Zornhau(ort) als Ausgangspunkt und arbeiten uns hin zu Fehler, Zwerchhau, Krumphau und Nachreisen.

Level: Mäßig Fortgeschritten bis Experte

Equipment: Schwert/Feder + Maske und leichte Handschuhe

Overcoming the death zone – Fechten für Vertikal-Benachteiligte

Von Johanna Hopfgartner.

Viele von uns kennen vielleicht das beunruhigende Gefühl, in Gefechten eher menschgewordenen Spinnenwesen oder gar Slenderman persönlich gegenüberzustehen während man selbst seinem Gegner kaum ans Kinn reicht.
Kann der Mensch denn etwas tun, wenn der Kelch des Wachstums (mit dem beispielsweise die Nürnberger Fechter aufgezogen werden, da bin ich mir sicher!) an einem vorübergegangen ist? Ja! Der Workshop richtet sich vor allem an kleinere FechterInnen, die aufgrund ihrer Körpergröße einen durchaus existenten Reichweitenachteil haben und damit umzugehen lernen wollen. Natürlich sind auch große „Slendermen“ (und – women!) willkommen, die in unsere Problematik reinschnüffeln und sie verstehen wollen.
Benötigte Ausrüstung: Hauptsächlich Feder, Schwert oder Waster.
(Je nach gewünschter Intensität gerne auch leichte Handschuhe und Maske, oder gar volles Fechtequipment. Aber auf freiwilliger Basis.)

Sword and Buckler – Tournaments fighting the source?

Von Michael Hein

Schaut man sich S&B-Kämpfe in Turnieren an, so stellt man fest, dass oft sehr quellenfern gefochten wird. Den typischen, nach vorne gebeugten Stand des Walpurgis-Fechtbuches sieht man eher selten. Vielfach verkommt der Buckler selbst gar zu reiner Deko, beziehungsweise zum Notbehelf für Last-Minute-Paraden. Woran liegt das? Wieso funktioniert das im Turniersetting dennoch oftmals hervorragend? Steht in den Quellen etwa Blödsinn?

In diesem Seminar versuchen wir Gründe dafür herauszustellen. Wir werden uns mit historischen Techniken beschäftigen, die sich meiner Meinung nach hervorragend für den „Praxiseinsatz“ im Turnierkontext eignen. Besonderen Fokus legen wir auf den effektiven Einsatz des Bucklers zur aktiven Raumdeckung und als Angriffswaffe. Hieraus ergeben sich auch Ansätze abseits der Walpurgis-Quelle, die auch gegen Gegner „unorthodoxen“ Fechtstils funktionieren können.

Ringen am Boden – Schaut komisch aus, is aber so!

Von Alexander Fürgut

Über den Bodenkampf im Spätmittelalter, dem Zeitraum vieler Langschwert Quellen, ist nur wenig bekannt.

Wir wissen es gab ihn in der ein oder anderen Form anhand der Quellen zum „Unterhalten und Aufstehen“, also dem Kampf im Harnisch am Boden. Hier sollte der Gegner so fixiert werden, dass man ihm mit dem Dolch ein Ende bereiten konnte.

Doch ob und wie lassen sich solche Techniken auf ungerüstetes Ringen am Boden übertragen?

Welche Grundprinzipien gibt es und wie passen diese zu modernen Ansätzen wie Judo und BJJ?

Auf diese spannenden Fragen sollt ihr in diesem Workshop Antworten erhalten! 😉

Ausrüstungsvoraussetzungen:

– Eng anliegende Kleidung, am besten ohne Taschen und Reißverschlüsse.

– Geschnittene Finger- und Zehennägel.

– Haare fest zusammengebunden.